janßen bär partner

Bürohaus janßen bär partner

Daten zum Projekt

Bauherr

HF Projektgesellschaft mbH
Drögen-Hasenweg 1-3
26129 Oldenburg

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
Planung und Bauleitung

Bauzeit

11 Monate

Fertigstellung

2016

Bebaute Fläche

9.511 m²

Bruttorauminhalt

4.972 m³ (inkl. KG)

bebaute Fläche

421 m²
(2./3. Bauabschnitt in Planung)

Beschreibung des Projekts

Ausgangssituation

Durch den Fortgang der Strumpffabrik BOHACO fiel am westlichen Ortseingang des Kurortes Bad Zwischenahn ein ca. 1 ha großes, trichterförmiges Grundstück brach.

Aufgabenstellung

Das Grundstück soll in drei Baubschnitten unter dem Arbeitstitel "Wohnpark an der Aue" mit einer Mehrgenerationen-Wohnnutzung und dem Schwerpunkt auf „gemeinschaftliches Wohnen für Jung und Alt" neu bebaut werden.

Namensgebend für das Quartier ist der Aue-Fluss, der bogenförmig den Grundstückszuschnitt im Südosten formt. Im ersten Bauabschnitt ist das Wohn- und Geschäftshaus an der Eyhauser Allee geplant und realisiert.

Neben einer Büronutzung im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss sind zwei Penthousewohnungen mit Dachterrasse im zweiten Obergeschoss vorgesehen.

Lage, Erschließung

Das Areal hat eine verkehrsgünstige Anbindung und liegt, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Südufer des Zwischenahner Meeres in einem Mischgebiet.

Im Norden grenzt es an die Eyhauser Allee und wird dort von ehemaligen Molkereigebäude im Osten, seitlich flankiert. Im Süden findet das Baufeld durch die Eisenbahntrasse Oldenburg/Emden bzw. die Umgehungsstraße Oldenburger Straße seinen Abschluss.

Das Planungskonzept

Die Bebauung des „Wohnparks an der Aue" ist in drei Bereiche geteilt, die das Baufeld von Norden nach Süden parallel zur Eyhauser Allee in linearer Form gliedern.

Die Haupterschließung des Baufeldes erfolgt L-förmig von Norden nach Süden über die Eyhauser Allee.

Die besondere Lage des Baugebietes sowie der Ansatz ganz unterschiedliche Wohnungsfragen zu beantworten, bedingen ein differenziertes Angebot von vier verschiedenen Gebäudetypen mit unterschiedlicher Zielgruppe: Wohnhaustyp 1a – Das Starterhaus, Wohnhaustyp 1b – Das Reihenhaus, Wohnhaustyp 2 – Das Mehrgenerationenwohnhaus und Wohnhaustyp 3 – Das Stadthaus (Wohn- und Geschäftshaus).

Architektur und Gestaltung

Das Stadthaus ist als zweieinhalbgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit abgesetztem Sockel geplant. Es ist sowohl von der Eyhauser Allee, als auch hofseitig, von Süden her erschlossen. Die oberen Geschosse sind durch ein Treppenhaus mit Aufzug angebunden. Eine durchgängige Attika umgreift die Dachterrassen, erzeugt einen kompakten Eindruck und fasst die Gebäudeform optisch zusammen. Die vertikale Teilung verleiht dem Gebäude eine abwechslungreiche Gliederung und thematisiert das Spannungsfeld vorherschender Bauweisen.

Die dunkelgrau gerahmten Fenster prägen den eigentlichen Charakter des Hauses. Sie wirken, im Sinne einer gedachten Mehrdimensionalität, wie eine zusammenhängende zweite Ebene hinter der Außenfassade. Die Fassade weist wechselseitig breite und schmale Öffnungen auf. Ein eigenständiges Gestaltungsvokabular entsteht, das gleichermaßen auch auf den zukünftig geplanten "Wohnpark" angewendet werden kann.

Das Stadthaus markiert und repräsentiert an der Eyhauser Allee als moderner Stadtbaustein ausdrucksstark den zukünftigen Eingangsbereich des „Wohnparks an der Aue".

Formensprache und Materialität

Das Stadthaus zitiert die ortstypischen Materialien des Kurortes. Es ist in Massivbauweise errichtet. Der verklinkerte Sockel des Gebäudes, lehnt sich farblich an den Stein des benachbarten Molkereigebäudes an. Der weiß-graue Putz der beiden oberen Geschosse greift das Thema der Putzbauten auf.

Ausblick

Mit der Bebauung des Geländes der ehemaligen Strumpffabrik BOHACO wird zukünftig in zeitgemäßer, architektonischer Sprache eine breitgefächerte Antwort auf aktuelle Wohnungsfragen des Kurortes gegeben. Durch das Vorhalten gemeinschaftlicher Einrichtungen und zusammenhängender Nutzungen in weiteren Bauphasen, soll die Möglichkeit der generationsübergreifenden Identifikation mit dem "Wohnpark an der Aue" unterstützt werden.

Der erste Bauabschnitt, in dem das Stadthaus realisiert wird, ist der Auftakt für ein Wohnareal, dass den Ortsteil reaktivieren kann und dabei einen wertigen, eigenständigen Charakter aufweist.

Das Stadthaus präsentiert sich als selbstbewusster, zeitgemäßer städtebaulicher Baustein, der mit einem mit klarem Blick auf das Zusammenwachsen der Ortsteile und einer damit einhergehenden Stärkung vorhandener, baulicher Strukturen, Chancen für eine positive bauliche Weiterentwicklung des Ortes bietet.

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