janßen bär partner

Carpesol Bad Rothenfelde

Daten zum Projekt

Bauvorhabenträger

Bäderbetriebe Bad Rothenfelde
Eigenbetrieb der Gemeinde

Carpesol Gesellschafter:

Jürgen Kannewischer
Ludger Stork
Helmut de Witt

Konzept und Betrieb

Aqualon GmbH

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Planung und Bauleitung

Baukosten

KG 200 - 700
netto 18,8 Mio. EUR

Bauzeit

24 Monate

Fertigstellung

2013

Grundstücksgröße / Bebaute Fläche

45.000 m² / 2.100 m²

Bruttorauminhalt

36.000 m³

Wasserfläche

826 m²


» www.carpesol.de

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Beschreibung des Projekts

Carpesol Bad Rothenfelde

Ausgangsituation

Das vorhandene Solewellenhallenbad in Bad Rothenfelde war in die Jahre gekommen und genügte den heutigen Ansprüchen der Gäste an eine Badeeinrichtung nicht mehr. Der zentrale innerörtliche Bereich war in seiner Bedeutung für den Gesundheitsstandort an dieser Stelle unterrepräsentiert.

Aufgabenstellung

Ein zukunftsträchtiges Planungskonzept für eine Badeinrichtung war zu erarbeiten, das die Funktion des ehemaligen Hallenbades ersetzt und darüberhinaus ein Objekt mit hoher Strahlkraft und Außenwirkung entstehen lässt. Das neue Bad sollte sich inhaltlich auf den Ort beziehen und dessen Infrastruktur nutzen. Das Projektgebiet war in seiner Bedeutung als Zentrumsmitte zu reaktivieren und touristisch aufzuwerten.

Lage, Erschließung

Der 7.600 Einwohner zählende Kur- und Erholungsort Bad Rothenfelde befindet sich in touristisch-attraktiver Lage im Süden Niedersachsens, auf der Südwestseite des Teutoburger Waldes. Charakteristisch für die Landschaft sind die leicht bewegte Topografie und ihr Waldreichtum. Im Einzugsgebiet liegen die Städte Osnabrück, Bielefeld und Münster. Mit den benachbarten Bädern des Osnabrücker Landes: Bad Essen, Bad Iburg und Bad Laer, stellt Bad Rothenfelde das vierte Bad im Bunde der sogenannten „VitalBäder“ dar.

Die Ortsmitte ist durch die 600 m lange Anlage eines historischen Gradierwerkes (Saline) geprägt, die es in gerader Linie durchzieht. Das Gradierwerk wird heute für kulturtouristische Zwecke und zur Freiluftinhalation genutzt. In das Zentrum dieser besonderen Ortsgestalt fügt sich die Therme Carpesol als ordnender, infrastruktureller Stadtbaustein ein. Die Therme liegt an der Frankfurter Straße und wird über diese erschlossen.
Mit dem Namen „Carpesol“ - „Nutze das Salz“ - unterstreicht die Therme den geschichtlichen Ursprung des Ortes. Funktional wird es zu einem festen Eckpfeiler des traditionsreichen Kurortes.

Architektur und Gestaltung

Die Gebäudeform des Schwimm- und Gesundheitsbades Carpesol präsentiert sich als gegliederte Bauform mit additiven Elementen. Ein dreigeschossiges L-förmiges Bauteil spannt einen kraftvollen Rahmen auf, der den zweigeschossigen Bereich des Carpesol umgreift und ihm städtebaulichen Halt verleiht. Als herausragendes Element ist weithin sichtbar eine 16 m-hohe, transparente Glaskuppel über dem Schwerpunkt des L-förmigen Bauteiles positioniert.

Die runde Form der Kuppel wird durch die fein-geschwungene Bad- und Eingangsfassade, die die Schenkel des L-förmigen Gebäudeteils miteinander verbindet, aufgenommen und gestalterisch fortgeführt. Die besondere Linienführung trägt dabei mit einladender Geste der Bedeutung als Hauptfassade Rechnung. Markant und selbstbewusst präsentiert sich ein zweigeschossiger Eingangsturm in der Hauptfassade und betont den Bewegungsstrom der Badegäste mit einem architektonischen Auf- und Schlussakt.

Angebot

Das Carpesol ist seinen Funktionen nach vertikal auf vier Ebenen organisiert. Die Anlagen für die Lüftungs- und Schwimmbadtechnik sind im Untergeschoss (2.100 m²) untergebracht. Der Thermalbadbereich (1.440 m²) befindet sich ebenerdig und beinhaltet ein zentrales, rundes Thermalbecken, drei angelagerte kleinere Themenbecken (Whirlpool, Heißbecken, Kalttauchbecken), ein innenliegendes Sportschwimmbecken sowie das Soleaußenbecken mit Strömungskreisel.

Im ersten Obergeschoss bietet das CarpeSpa auf einer Gesamtfläche von ca. 680 m² ein Gesundheits- und Wellnessangebot an. Es beinhaltet die Unterbereiche: „Irisch-Römisches Bad“ und Nassmassage- sowie Beautybereich, die jeweils flexibel und unabhängig voneinander zu dem Thermalbadtarif hinzu buchbar sind. Unter dem Stichwort „Irisch-Römisches-Bad“ werden die Einzelangebotsbausteine des Gesundheits- und Wellnessbades CarpeSpa zu einem klar definierten Programm zusammengefasst.

Es beinhaltet einen Infrarotraum, einen Heißluftraum sowie ein Dampfbad und ist mit einem eigenen Sanitärblock ausgestattet. Als zusätzliche Attraktion hält es auf der Gebäudeostseite ein 17 m² großes Starksoleaußenbecken vor. Im Nassmassagebereich sind Räume mit Anwendungsliegen und Duschen vorhanden. Ein Cremeraum sowie ein Solarium runden das Angebotsprogramm ab.

Auf der selben Geschossebene findet der Gastronomiebereich (ca. 560 m²), der den Markennamen „Osning“ trägt Raum. Er verfügt über eine interne Bistro- und eine externe Sterne-Gastronomie. Das Dachgeschoss des Gebäudes wurde als abwechslungsreiche, weitläufige Saunalandschaft (ca. 1.800 m²) konzipiert, die vier Saunen (darunter eine Panoramasauna) und ein Dampfbad umfasst. Ein Kalttauchbecken, ein Vitalpool sowie ein Whirlpool wurden als ergänzende Wasserangebote auf der Außenterrasse vorgesehen.

Ausblick

Neben grundsätzlichen städtebaulichen und gestalterischen Anforderungen schreibt das Carpesol das Thema des Bades fort, in dem es das reine Baden mit Kommunikation verbindet und dafür Räume und Einrichtungen vorhält. Durch seine offenen, für den Badegast flexibel nutzbaren Angebote bietet es eine Antwort auf die Frage wie das Baden an einem Gesundheitsstandort von morgen aussehen kann.

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