janßen bär partner

Conversationshaus Norderney

Daten zum Projekt

Conversationshaus Norderney

Bauherr

Staatsbad Norderney GmbH
Am Kurplatz 3
26548 Norderney

Leistung

Planungsgemeinschaft

Planung:

AIP-Ralf Krause
Willy-Brandt-Allee 31c
23554 Lübeck

Architektur:

Architekturbüro Brune
Schwachhauser Heerstraße 88
28209 Bremen

Bauleitung:

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Architekten und Ingenieure

Baukosten

KG 200 - 700
netto 8,1 Mio. EUR

Bebaute Fläche

3.590 m²

Bauzeit

6 Monate

Fertigstellung

2008


» www.norderney.de

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Beschreibung des Projekts

Conversationshaus Norderney

Ausgangsituation

Die Geschichte des Conversationshauses auf Norderney (Kurhauses) begann um 1800 mit der Errichtung eines repräsentativen Holzbauwerkes mit einem großen Saal, einem Lese- und einem Billardraum. Bereits um 1815 wurde das Gebäude um einen Speisesaal (für 100 Personen) und weitere Aufenthaltsräume (Spielzimmer und Teeräume) ergänzt. In den folgenden Jahrzehnten gab es immer wieder Veränderungen und Erweiterungen, um den Erwartungen der Kurgäste gerecht zu werden. Das Kurhaus, auch „Conversations – Haus“ genannt, war das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens der Insel, Ort des kulturellen Vergnügens.

Mit den Jahren verlagerte sich der Focus des Interesses auf andere Orte Norderneys. Das Kurhaus wurde vernachlässigt und der Glanz der alten Zeit geriet in Vergessenheit. Das Kurhaus generierte zu einer Hülle ohne Leben.

Aufgabenstellung

Im übertragenen Sinne sollte das Kurhaus für die Insel Norderney die Funktion einer „Lobby“ eines klassischen Grandhotels mit Servicebereich (Rezeption), Kartenvorverkauf (Concierge), Confiserie, Bar sowie angrenzenden Restaurants und Gesellschaftsräumen übernehmen.

Durch den Umbau des Kurhauses sollte die Chance, das Gebäude mit Inhalten zu füllen und ihm wieder zu neuem Glanz und Leben zu verhelfen, wahrgenommen werden.

Lage, Erschließung

Das Kurhaus liegt an dem rasenbewachsenen, trapezförmigen Kurplatz der Insel. Es bildet zusammen mit dem Badehaus Norderney eine L-förmige Platzkante aus, die den Kurplatz nach Südwesten hin arrondiert. In gleicher Weise stellt es einen Auftakt für eine langgestreckte, bewaldete Parkanlage, welche sich nach Osten hin entwickelt, dar. In unmittelbarer Nähe des Kurhauses befinden sich das Kurhotel und das Thalasso mit dem Nordseehaus. Im Nordosten vervollständigt das Kurtheater das historische Ensemble Norderneys.

Architektur und Gestaltung

Der neue Entwurf prägt das Gebäude durch eine klar strukturierte Gliederung mit symmetrischen Raumgrenzen und einer axialen Verbindung zum Kurplatz und Kurgarten. Im Nordflügel sind die Bereiche untergebracht, die sich dem belebten Kurplatz als Zentrum des gesellschaftlichen Lebens öffnen und in gewisser Weise daran teilhaben (Bar, Spielbank, Bücherverkauf, Außenbereiche). Im Südflügel dagegen befinden sich die großen Säle mit Restaurant / Terrasse und Veranstaltungsräumen, die von der Ruhe und Beschaulichkeit des Kurparks profitieren.

Angebot

Das zu realisierende Raumprogramm sah neben dem Großen Saal und dem Weißen Saal, eine Bibliothek mit zwei Leseräumen und einem Buchshop sowie eine große Halle mit angrenzender Bar vor. Räume für die Verwaltung mit Büros, Aufenthaltsräumen und Depots waren unterzubringen. Sanitäranlagen und Lager- und Technikräume schließen das Raumprogramm inhaltlich ab.

Konstruktion

Das Kurhaus Norderney wurde unter Einhaltung der Auflagen des Denkmalschutzes in seiner ursprünglichen Gestalt wiederhergestellt. Die vorhandenen kleinteiligen Raumstrukturen im Inneren wurden zugunsten eines großen, zentralen Raumes zurückgebaut. Der allseitig umschlossene Verteilerbereich erhielt ein Glasdach. Sämtliche Arbeiten fanden bei laufendem Betrieb der Spielbank statt, so dass der Einsatz von Großgeräten nicht möglich war. Die Laufflächen und Aufenthaltsbereiche des Kurhaus wurden u.a. mit hochwertigen Parkettböden und Natursteinböden ausgestattet.

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