janßen bär partner

Dan Gast Quellbad

Daten zum Projekt

Bauherr

Stadt Varel, Kurverwaltung Nordseebad Dangast
Am Alten Deich 4-8
26316 Varel

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt dohrn janßen)
Planung und Bauleitung

Baukosten

KG 200 - 700
netto 7,82 Mio. EUR

Bauzeit

ca. 17 Monate

Fertigstellung

1998

Grundstück

20.800 m²

Bebaute Fläche

2.015 m²

Bruttorauminhalt

14.615 m³

Wasserfläche FB

703 m²

Wasserfläche HB

288 m²


» www.dangast.info

PDF Lade Info-Flyer des Projekts

Beschreibung des Projekts

Quellbad Dangast

Ausgangssituation

Der Ort Dangast am Jadebusen wurde - wohl wegen der hier zusammentreffenden Landschaftsextreme Nordsee, Marsch, Moor und Geest - bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts u. a. von den Künstlern "der Brücke" als attraktiv empfunden und als Küstenbadeort entdeckt.

Aufgabenstellung

Zur Sicherung der touristischen Infrastruktur des Nordseebades Dangast sollte das seit 1975 betriebene Freibad zu einem wetterunabhängigen, ganzjährig betriebenen Bad - gemäß Fremdenverkehrsprogramm der Landesregierung Niedersachsen - unter folgenden Gesichtspunkten umgestaltet werden:

  • Schonung der Naturlandschaft
  • Einfügung der Architektur in das Orts- und Landschaftsbild
  • Erhöhung des Freizeitwertes auch für die Bevölkerung

Lage, Erschließung

An der Nahtstelle eines bis an die Nordsee heranreichenden Geestrückens mit dem Seedeich umschließt ein zusätzlicher privater Außendeich eine ca. 2 ha große Fläche, in der das Dan-Gast-Quellbad, gleichsam wie in einer Arena, liegt. Die Erschließung erfolgt axial durch den Ort bis zu einem Großparkplatz. An die südlich gelegene Kurgast-Anlage "Deichhörn" und Wohngebiete mit Hotels, Pensionen sowie Mutter-Kind-Klinik, ist das Bad durch Fuß- und Radwege gut angebunden.

Architektur, Gestaltung

Die mit dem Bestand vorgegebenen Grundrissformen eines Sechs-Ecks wurden bei den Gebäuden fortgeführt und in der Badelandschaft durch Rundformen ergänzt. Dem vorhandenen Pultdach über der alten Wärmehalle wurde ein Pultdach über dem neuen Hallenbad und Bistro-Café gegenübergestellt, beide Dächer verbunden durch ein "Querschiff" als Satteldach. Gestalterischer Mittelpunkt der Freianlagen ist die Massagebucht des Außenbeckens. Hierauf bezogen verlaufen Pflanzbänder, die die Liegewiese gliedern und Baumgruppen integrieren. Wände aus friesischen Klinkern, Dächer und Attiken mit Titanzink-Bekleidung dominieren die äußeren Materialien. Standort- und zweckgerechte Gestaltungsmerkmale aus dem Bereich Küste, Hafen und Schifffahrt finden sich wieder in Form von Bullaugen-Fenstern, weiß lackierten Stahlbrücken und wellenförmig verlaufenden Wänden und einem Segel-Arrangement.

Angebot

Zwei getrennte Drehkreuz-Anlagen zum Umkleidebereich des Hallenbades und dem Freigelände ermöglichen einen direkten Zugang des externen Bistros aus der Eingangshalle. Der alte Umkleidebereich wurde neu geordnet. Die Wärmehalle wurde zu einem reizvollen Kind-Eltern-Bereich mit Wintergarten und Liegegalerie umgestaltet. Ein rundes Aktivbecken innen wird im Sommer und in der Übergangszeit ergänzt durch das mit Ausschwimmkanal angebundene äußere Erlebnisbecken mit Strömungskanal und Kinderbucht. Konstruktion Keller, Behälter und Becken wurden in WU-Beton ausgeführt. Alle Abdichtungen erfolgten auf mineralischer Basis als alternative Abdichtung. Das EG ist als Mauerwerksbau mit Stb-Stützen, das neue Pultdach mit Fachwerkbindern in Holzleimbauweise, alle Dachflächen als Warmdächer ausgeführt, die Fassadenprofile in LM.

Betriebskonzept

Das alte Freibad zählte in Spitzenzeiten bis zu 3.000 Besucher/Tag. Bei reduzierter Gesamtwasserfläche wurde zur Kapazitätserweiterung ein Sommer-Umkleidegebäude mit Sanitär- und Duschräumen im Freibadgelände errichtet. Aufgrund der Schaltbarkeit des Außenbeckens mit Strömungskanal und Kinderbucht (3 Schotts) kann flexibel auf Saison und Wetter reagiert werden. Alle technischen Anlagen sind nach neuesten Erkenntnissen und mit Wärmerückgewinnungssystemen ausgestattet.

Wirtschaftlichkeit

Die in der Wirtschaftlichkeitsberechnung zugrundegelegten Besuchszahlen sind, nach anfänglichen Startproblemen, mittlerweile erreicht. Ein verbessertes Marketing wirkt sich weiter positiv auf die Besuchszahlen aus. Das Planungsziel - Verbesserung der touristischen Infrastruktur - ist voll aufgegangen.

© jbp   Impressum

Sitemap