janßen bär partner

Freibad Verwell Verden

Daten zum Projekt

Bauherr

Stadtwerke Verden GmbH
Am Allerufer 6
27283 Verden (Aller)

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt dohrn janßen)
Planung und Bauleitung

Baukosten

KG 200 - 700
netto 2,7 Mio. EUR

Bauzeit

9,5 Monate

Grundstücksgröße

ca. 42.000 m²

Wasserflächen FZB

680 m²

Wasserflächen FB

1.470 m²


» www.verwell.de

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Beschreibung des Projekts

Freibad Verwell Verden

Ausgangssituation

Das am Freibad gelegene 1971 erbaute Hallenbad wurde 1999 zum Freizeitbad „Verwell“ erweitert. Das Freibad war im Jahr 1961 erbaut worden. Das Freibadeangebot umfasste ein 50-m-Schwimmerbecken mit 8 Bahnen und seitlicher 10-m-Sprunganlage, ein großes Nichtschwimmerbecken sowie ein Kinderplanschbecken. Die Wasserflächen des Verwell betrugen zusammen 680 m². Die Wasserflächen des Freibades waren mit 2.435 m² insbesondere seit der Erweiterung zum Freizeitbad deutlich zu groß und entsprachen auch nicht mehr den Erwartungen der Nutzer. Die Beckenköpfe wiesen erhebliche Schäden auf und die vorhandene Wassertechnik war insgesamt als abgängig anzusehen.

Wettbewerb

Vom Betreiber des Verwell, den Stadtwerken Verden, wurde im Dezember 2004 ein beschränkter Wettbewerb für die Freibad-Attraktivierung ausgelobt. Das Architekturbüro de witt dohrn janßen hatte hieran mit einem innovativem Neubaukonzept teilgenommen. Da alle Wettbewerbsbeiträge in den Kosten zu hoch lagen wurden alle Büros aufgefordert ihre Entwürfe, mit der Vorgabe einer maximalen Kostenobergrenze von 2.500.000 Euro ohne MwSt. KG 200 - 700, zu überarbeiten. Der Beitrag des Architekturbüros de witt dohrn janßen wurde unter Beibehaltung der Konzeptleitlinien des Ursprungkonzeptes, und damit großer Attraktivitätssteigerung, zu einem Umbau unter weitgehender Ausnutzung der vorhandenen Bausubstanz umgearbeitet. Im Oktober 2005 erhielt das Büro den Zuschlag zur Realisierung.

Konzeptleitlinien

2003 war vom Betreiber ein einheitliches Tarifkonzept für das Freizeitbad Verwell und das in die Jahre gekommene Freibad eingeführt worden. Die Umsetzung der nachfolgenden Leitlinien für die Attraktivierung der Freibadeflächen wurde dadurch begünstigt:

  • Freibadeflächen als abgestimmte Ergänzungen zu den bestehenden Indoor-Angeboten
  • Attraktive Freibadeflächen für alle Alters- und Nutzergruppen mit Vermeidung von Gefahren- und Konfliktpotential
  • Optimierung der Aufsicht von zentraler erhöhter Stelle (wichtig bei Schwachlast im Freibadbereich)
  • Konzentration der Freibadeangebote nahe am Gebäude im Bereich des ehemaligen Schwimmer-Beckens (ermöglicht kostengünstiges Bauen)
  • Höhenstaffelung der Gastro-Terrassen, der Freibade-Wasserflächen und der Beckenumgangsflächen
  • Windfang mit Ausschwimmkanal ins Freibad-Erlebnisbecken (machen dieses zum integralem Bestandteil des Freizeitbades und ermöglicht volle attraktive Nutzbarkeit bei Schlechtwetter)
  • Geschützter Kleinkinderbereich außen mit Anschluss an Kleinkinderbereich innen

Architektur, Gestaltung

Das um 40 cm gegenüber dem Beckenumgang erhöhte Schwimmerbecken mit 8 x 25 m Bahnen wurde vollständig vom Erlebnisbecken getrennt. Das erhöhte Schwimmen ist für den Gast wesentlich attraktiver und der Beckenkopf wird gleichzeitig zum kommunikativen Sitzmöbel. Die 10 m Sprunganlage wurde als Attraktion erhalten und das Springer-Becken zur Sicherheit mit einer Wellenwand abgetrennt. In das neue Nichtschwimmer-Erlebnisbecken mit Wassertiefen zwischen 0.90 und 1.35 m wurden zahlreiche Attraktionen integriert. Die neuen Beckenköpfe, Treppenanlagen und die Kinderbucht mit Wassertiefe zwischen 0.60 und 0.90 m wurden farbig gefliest. Die Becken ansonsten aus Kostengründen mit einer hochwertigen Pool-Coat-Beschichtung versehen.

Konstruktion

Die Beckenköpfe aller Becken wurden mit WU-Beton neu erstellt und farbig gefliest. Hierbei kam eine im Hause de witt dohrn janßen neu entwickelte frostunempfindliche Bauweise zur Anwendung. Die Leitungen der Schwimmbadtechnik wurden in die neue Betonsohle eingebaut. Aufwendige Erdarbeiten außerhalb der Becken konnten so entfallen. Das vorhandene Technikgebäude wurde saniert und wärmegedämmt.

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