janßen bär partner

Friesland Therme Horumersiel

Daten zum Projekt

Bauherr

Wangerland Touristik GmbH
Zum Hafen 3
26434 Wangerland-Horumersiel

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Generalplaner

Baukosten

KG 200 - 700
netto 8,54 Mio. EUR

Bauzeit

ca. 15 Monate

Fertigstellung

1999

Grundstück

27.000 m²

Bebaute Fläche

3.244 m²

Bruttorauminhalt

21.450 m³

Wasserfläche HB

358 m²

Wasserfläche FB

461 m²


» www.wangerland.de

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Beschreibung des Projekts

Friesland Therme-Horumersiel

Ausgangssituation

Die touristische Entwicklung Horumersiels begann vor ca. 150 Jahren mit einer Badeanstalt auf dem Schilliger Außengroden. 1949 wurde der erste Campingplatz geschaffen, der damit eine der ältesten Einrichtungen dieser Art in Deutschland ist und heute mit ca. 1.500 Stellplätzen auch zu den größten Plätzen Europas gehört. Die Feriengemeinde Wangerland mit jährl. ca. 1,8 Mio. Gästeübernachtungen zählt heute zu den touristischen „Marktführern“ an der Nordsee. Ein Meerwasser-Wellen-Freibad wurde in Horumersiel seit 1968 betrieben. Nach 30-jähriger Betriebszeit war das Bad als abgängig zu betrachten.

Aufgabenstellung

Gemäß dem Leitgedanken aus dem Gutachten „Konzept Wangerland 2000“ des Norddeutschen Instituts für Fremdenverkehrs- und Heilbäderforschung e. V. wird für Horumersiel-Schillig als Hauptentwicklungsziel der Kurbetrieb mit Gesundheits- und Wellnesseinrichtungen zugewiesen. Nach einer kräftigen Wachstumsphase sollte dieser Bereich gezielt und kontrolliert weiterentwickelt und qualitativ ausgebaut werden.

Lage, Erschließung

Das Grundstück der Friesland-Therme liegt direkt zwischen dem Seedeich und den Kuranlagen. Die fußläufige Erschließung erfolgt von Norden über den Strandweg, einem Hauptzugang aus dem Ort zum Strand. Der Kfz-Verkehr wird von Süden auf einen Parkplatz zwischen Therme und Kuranlagen geführt.

Architektur, Gestaltung

Der Gesamtgestaltung liegt das städtebauliche Leitbild eines Solitärbaus zugrunde. Die einzelnen Funktionsbereiche sind sowohl in Architektur als auch in den Freianlagen klar ablesbar, dominierend wirkt hier das zentrale Oktogon. In der Materialwahl wurde zurückgegriffen auf regional typische Materialien; Klinker für die Außenwände, Tondachziegel für das geneigte Dach des Oktogons, Zinkblech-Stehfalzverkleidung für Attiken und Wandverkleidungen.

Angebot

Aus der großzügig gestalteten neuen Eingangshalle heraus werden über eine zentrale Drehkreuz-Anlage alle Badbereiche erschlossen. Eine Erschließungsachse bildet den direkten Zugang zur Liegewiese und zu den sanierten Freibad-Umkleiden. Im Freibadbereich stehen den Gästen ein Außenerlebnisbecken, ein Warmbecken und das Planschbecken zur Verfügung. Über eine weitere Hauptachse wird der Saunabereich mit zwei Finnischen Saunen, einem Dampfbad, Kaltwasser-Anwendungsbereichen sowie einem Ruheraum erschlossen. Ein kleines Saunadorf mit Blockhaussauna, Ruheraum, Sonnenhaus, Sole-Tauchbecken und ein Saunagarten runden das Angebot ab. Im Hallenbadbereich befindet sich eine Beckenlandschaft mit Entspannungs-, Bewegungs-, Plansch- und Ausschwimm-Becken. Die knapp bemessenen Beckenumgangsflächen werden durch eine Ruhegalerie im OG und ein „Krähennest“ im zentralen Bereich oberhalb des Entspannungsbeckens ergänzt.

Konstruktion

Aufgrund der schlechten Baugrundverhältnisse war eine Pfahlgründung erforderlich. Für die im Grundriss oktogonale Schwimmhalle bot sich ein radial ausgerichtetes Dachtragwerk als Ingenieurholzbau an. Sämtliche Stahlbeton-Konstruktionen des Kellers und der Becken sind wasserundurchlässig ausgeführt.

Betriebskonzept

Das Angebot der Friesland-Therme zielt auf einen Betrieb als Wellness-Einrichtung ab. Bewusst wurde auf typisch „spaßbadgerechte“ Attraktionen verzichtet, da diese im nahegelegenen Hallenwellenbad in Hooksiel angeboten werden.

Wirtschaftlichkeit

Nach den ersten Betriebsjahren konnten die erwarteten Besuchszahlen erreicht werden. Es zeigt sich, dass die inhaltliche Ausrichtung als Sole-Wellness-Anlage für diesen Standort genau richtig ist. Die Friesland-Therme ergänzt in idealer Weise die Kur- und Freizeiteinrichtungen des Nordseeheilbades Horumersiel-Schillig.

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