janßen bär partner

Gristeder Hof "To Horn"

Daten zum Projekt

Bauherr

Herr H.-G. Frers
Wiefelstede / Gristede

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Planung und Bauleitung

Bauzeit

8 Monate

Fertigstellung

2012

Brutorauminhalt

3.384 m³

Bebaute Fläche

794 m²


» www.gristeder-hof.de

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Beschreibung des Projekts

Ausgangsituation

Der traditionsreiche Schützenhof der Ortschaft Gristede bildet den Auftakt zu einer weitläufigen, gehobenen Freizeitanlage, die ihren Endpunkt in einem ehemaligen Rittergut mit Herrenhaus findet. Das Haupthaus, im Laufe der Jahre durch zahlreiche An- und Umbauten geprägt, war seiner vormals traditionellen Gebäudeform größtenteils entlehnt.

Der ehemalige Schützenhof verfügte über einen zentralen Gast- bzw. Schankraum mit angrenzendem Küchentrakt, einen Clubraum, drei Säle sowie einen Büro- und Personalbereich. Im Süden lagerte sich ein Stallgebäude an das Haupthaus an, welches den Übergang zu einem tief angelegten Swinggolfplatz der Freizeitanlage markiert.

Die Bauaufgabe sah vor, den Gasthof in mehreren Bauabschnitten nach dem Vorbild der ursprünglichen Gebäudeform zu sanieren, zu modernisieren und zu attraktivieren. Der erste Bauabschnitt umfasste die Erneuerung der beiden Hauptdächer. Im zweiten Bauabschnitt fanden die Umstrukturierung und die grundlegende Sanierung des Gebäudes statt.

Umstrukturierung und Umsetzung

Ziel der Umbauplanungen war es, eine großzügige Verzahnung der Gasträume mit dem Außenbereich und den im Süden gelegenen Freizeit- und Grünanlagen zu schaffen. Hierzu wurde der Küchentrakt nach außen an die Gebäudewestseite verschoben (vormals Büro- und Personalraum). Der Bereich wurde entkernt und alle nichttragenden Wände wurden abgerissen. Diese Maßnahme ermöglichte eine Vergrößerung und Öffnung des zentral gelegenen Gast- bzw. Schankraumes nach Süden hin und gab somit den Blick auf Garten und Swinggolfanlage frei.

Der zur Westseite gelegene Clubraum, der durch Schiebetüren mit dem Gastraum verbunden ist, wurde stilgerecht hergerichtet und attraktiviert. Nach Osten hin schließen zwei große Säle an den Gastraum an. Zugunsten der Wiederherstellung der ursprünglichen Gebäudeform fand an dieser Stelle der Abriss eines eingeschossigen Saalanbaus, des Toilettentraktes bzw. der Heizungs- und Abstellräume statt. Ersatz für die abgebrochenen, untergeordneten Räume wurde im Kellergeschoss geschaffen. Die Personalräume wurden in das Dachgeschoss verlegt.

Die Südseite erhielt einen Wintergarten mit abgeschlepptem Glasdach. Im Eingangsbereich war zusätzlich Raum für einen Ein-Raum-Friseur zu schaffen. Als raumbildende Maßnahme wurde das vorhandene Stallgebäude abgetragen und um 90° gedreht wieder aufgebaut, so dass sich eine Art Hofsituation ergab.

Architektur und Gestaltung

Die architektonische Gestaltung des Gristeder Hof knüpft an den ursprünglichen Bestandsbau an. So erhielten die Fenster an der Eingangsfassade im Norden ihre traditionelle Form zurück.

Auf der Ostseite prägt in regional-typischer Bauweise ein Giebel mit Krüppelwalmdach und „Groot Dör“ wieder das äußere Erscheinungsbild des Gristeder Hof. Die Raumhöhe des dahinterliegenden Saales wurde angehoben und dabei Deckenbalken und Rähm aufgearbeitet und sichtbar gelassen.

Im Zuge der Gebäudesanierung fand ebenfalls eine Neugestaltung der Außenanlagen statt. Der Schmuckgiebel auf der Nordseite erhielt zwei junge Linden, die den Eingang rechts und links flankieren.

Schlussbetrachtung

Die Sanierung alter Bausubstanz erfordert eine intensive Recherche und die Positionierung hinsichtlich der zu rekonstruierenden baugeschichtlichen Momentaufnahme eines bestimmten Zeitpunktes X. Dem folgend erhielt der Gristeder Hof seine ursprüngliche Gestalt zurück, die sich nunmehr als hochwertiger Baustein in eine prominente, touristisch-attraktive Nachbarschaft der ehemaligen Gutsanlage einfügt.

Die wirtschaftliche Optimierung der inneren Grundrissorganisation ermöglicht es unter anderem, zeitgleich voneinander unabhängige Veranstaltungen durchzuführen. Durch die Öffnung des Hauses zu den Grünanlagen und der qualitativen Aufwertung der Räume, wurde ein tragfähiges Gebäudekonzept realisiert, das sich heute in neuer und zugleich traditionell-ortstypischer Gestalt präsentiert.

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