janßen bär partner

Aktivbad Dissen

Daten zum Projekt

Bauherr

Stadt Dissen
Große Straße 33
49201 Dissen aTW

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Planung und Bauleitung

Baukosten

KG 200 – 700
netto 3,2 Mio. EUR

Bauzeit

13 Monate

Fertigstellung

2010

Bebaute Fläche

6.425 m²

Grundstück

ca. 17.800 m²

Bruttorauminhalt

ca. 8.600 m³

Wasserflächen HB

301 m²


» www.dissen.de

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Beschreibung des Projekts

Aktivbad Dissen

Pünktlich zum Start der Herbstbadesaison wurde nach dreizehnmonatiger Bauzeit das Hallenbad in Dissen termingerecht fertiggestellt. Unter dem Arbeitstitel „Revitalisierung Hallenbad Dissen“ erfuhr das in die Jahre gekommene, ca. 40 Jahre alte Gebäude umfangreiche Neuerungen und Umbauten von Grund auf.

Stand zu Planungsbeginn der vollständige Abbruch und Neubau des Schwimmbades zur Diskussion, wurde angesichts des dadurch entstehenden Aufwandes die kostengünstigere Variante der Revitalisierung weiterverfolgt. Eine Schließung des Bades wurde verworfen, um den ansässigen Vereinen und Schulen, die das Bad mit mehr als 40 Wochenstunden nutzten, weiterhin ortsnahes Baden ohne Pendelverkehr zu ermöglichen.

Die Ausgangssituation

Das veraltete Gebäude wies zu diesem Zeitpunkt diverse bauliche und funktionale Mängel auf. Das Bad hatte starke Bauschäden im Bereich der Beckenköpfe- und Beckenumgänge. Die technische Gebäudeausstattung war weitestgehend abgängig. Die Elektroinstallation genügte den heutigen Normen und Bestimmungen nicht mehr. Die unzureichende Wärmedämmung belastete eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung. Hinzu kam, dass die innere Organisation einen reibungslosen Schwimmbadbetrieb nach heutigen Gesichtspunkten nicht mehr gewährleistete: Der Umkleidebereich funktionierte nach dem „Garderobierenprinzip“, wodurch auch in Schwachlastzeiten ein erhöhter Personalbedarf bestand. Die Umkleiden und Sanitärräume waren für Rollstuhlfahrer unzugänglich. Diesen Mängeln war es zuzuschreiben, dass die Besucherzahlen in den letzten Jahren stark zurück gingen.

Das Konzept beschreibt ein vollkommen neu organisiertes Schwimmbad, mit zahlreichen attraktiven Möglichkeiten, die es an diesem Standort vor der Baumaßnahme nicht gab.

Das Planungskonzept

Gleichberechtigung aller Nutzergruppen ist oberste Maßgabe. So erhielt das Bad eine langgestreckte, bequeme Rampenanlage, die es eingeschränkt mobilen Badegästen ermöglicht, ins Bad zu gelangen. Gleichzeitig wurde dabei auf den kostenintensiven Aufzug verzichtet.

Die Bewegungsabläufe im Inneren sind klar gegliedert. An die Umkleideräume schließt sich ein Duschbereich an, welcher eine Art „Schleusenfunktion“ übernimmt. Das Schwimmbad wurde räumlich durch den Anbau eines abkoppelbaren Mehrzweckbereichs mit Multifunktionsbecken erweitert. So können nun unterschiedliche Veranstaltungen im Parallelbetrieb konfliktfrei ablaufen. Darüber hinaus wurde die Ausstattung des Bades erweitert. Parallel zur Hauptglasfassade säumen neue, wellenförmige Sitzbänke den Umgang. Die beheizten Sitzflächen laden zum Verweilen und zum Schauen ein.

Die bestehende Glasfassade der Schwimmhalle wurde um einen Meter zur Straßenseite hin ausgestellt und als Wärmeschutzglas ausgeführt. Die Gebäudeecke wurde geöffnet und mit einer raumhohen Verglasung ausgestattet. Die Großzügigkeit, die der Innenraum durch diese bauliche Maßnahme erfährt, kommt dem Badegast unmittelbar zu Gute. Die sich nach zwei Seiten öffnende Halle lässt viel Licht in den Innenraum. Statt eines beengten Raumes findet er eine offene, lichtdurchflutete Halle vor. Diese Neuerung macht das Schwimmen tagsüber und in den frühen Morgenstunden, gerade auch für Berufstätige, zu einem attraktiven Bade- und Schwimmerlebnis.

Im Ergebnis ist ein Bad realisiert worden, das sich dem Badegast in zeitgemäßer Form präsentiert und dabei die Bedürfnisse ganz verschiedener Nutzergruppen berücksichtigt.

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