janßen bär partner

Kurtheater Norderney

Daten zum Projekt

Bauherr

Wirtschaftsbetriebe
Norderney GmbH
Jann-Berghaus-Straße 34
26548 Norderney

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Planung

Baukosten

KG 200 - 700
netto 1,6 Mio. EUR

Bebaute Fläche

1.040 m²

Bauzeit

4 Monate

Fertigstellung

2005

Beschreibung des Projekts

Kurtheater Norderney

Die Ausgangssituation

Das Kurtheater wurde 1893/94 als privates Theater im Stil eines kleinen Residenztheaters erbaut und im Juli 1894 eröffnet. Anfang der 1920er Jahre ging das Theater in den Besitz der Gemeinde Norderney über. Wegen zunehmender Bedeutung des Films wurde das Theater seit Mai 1924 auch als Kino genutzt. Auch heute ist das Gebäude als Kurtheater und Inselkino ein wichtiger Bestandteil der kulturellen Infrastruktur Norderneys. Eine Attraktivierung des Kurtheaters soll künftig entscheidend zur Optimierung der Nutzungsmöglichkeiten der vorhandenen Infrastruktur beitragen. Im Wettbewerb der Fremdenverkehrsorte um die Gunst der Gäste war es erforderlich, die touristische Infrastruktur zu modernisieren und den heutigen Anforderungen anzupassen. Daher war eine Attraktivierung unter Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange unumgänglich.

Die Aufgabenstellung

Das Kurtheater ist als Denkmal, entsprechend dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes in die Denkmalliste aufgenommen. In der Grundsubstanz erfüllt das Gebäude die Anforderungen an ein Kurtheater bzw. Kino. Eine Modernisierung war unbedingt erforderlich. Dabei sollte das äußere Erscheinungsbild nicht verändert werden. Auch der Innenbereich sollte sich in seiner Gestaltung an historischen Vorbildern orientieren.

Das Planungskonzept

Die baulichen Maßnahmen an der Außenhülle wurden auf ein Minimum reduziert. Zur Attraktivierung der Außenfassade wurden die Fenster und Türen des Kurtheaters ersetzt und sämtliche Außenflächen mit einer neuen Farbeschichtung versehen. Die Farbgebung wurde nach historischem Vorbild vorgenommen. Fehlstellen in den Gesimsen und Putzfaschen wurden ausgebessert. Auch die geneigten Dächer des Altbaus zeigten erhebliche Mängel. Die Dachflächen wurden bis auf die unterste Bitumenbahn abgebrochen und mit einer höherwertigen Dämmung und Dachhaut versehen.

Die Attraktivierung des Saales des Kurtheaters beinhaltete die Neubeschichtung der Wände und Decken nach historischem Vorbild. Weiterhin wurden die Bodenbeläge und die Bestuhlung erneuert. Die Rückwand und der Boden der Bühne wurden neu beschichtet. Abfangung von Brandschutzvorhang und Bühnensturz waren weitere Maßnahmen. Die Umgänge und das alte Foyer wurden ebenfalls mit neuen Bodenbelägen sowie neuen Wand- und Deckenbeschichtungen versehen. Die Türen und Türelemente erhielten eine neue Beschichtung und neue Beschläge.

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