janßen bär partner

Saunaerweiterung Festland Hamburg

Daten zum Projekt

Bauvorhabenträger

Bäderland Hamburg GmbH
Weidenstieg 27
20259 Hamburg

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Generalplanung und Bauleitung

Baukosten

KG 200–700
netto 880 Tsd. EUR

Bauzeit

ca. 5 Monate

Fertigstellung

2013

Grundstück

500 m²
(Dachfläche Saunaerweiterung )

Bebaute Fläche

241 m²

Bruttogrundriss-Fläche

272 m²

Bruttorauminhalt

850 m³

Internet

» www.baederland.de

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Beschreibung des Projekts

Ausgangssituation

Das Festland Hamburg wurde 2009 in Hamburg Altona fertiggestellt. Mit einer konsequenten Ausrichtung und einem familien- und kindgerechten Profils dient es der Grundversorgung der angrenzenden Stadtquartiere. Im Obergeschoss des Festlands ist ein weitläufiger Saunabereich mit Dachterrasse und Saunagarten angelegt.

Die Leitlinien des ursprünglichen Gebäudeentwurfs beinhalteten unter anderem eine flexible Zuschaltung von Nutzungseinheiten und Funktionen im Sinne einer baulichen Erweiterbarkeit. Die Gestaltung des Bades spiegelt ein unverwechselbares Gestaltungsthema mit dem Ziel einer Markenbildung wieder.
Dies zeigt sich in den wesentlichen Gestaltungsdetails des Bades. Nach 4 Betriebsjahren besteht infolge großer Akzeptanz der Saunabteilung Bedarf an der Erweiterung des Angebots.

Aufgabenstellung

Entsprechend der Bedarfsanalyse ist eine Eventsauna mit Ruheraum und Außenduschen auf der Dachterrasse planen. Thematisch soll die Gestaltung des neuen Bereichs das Leitthema des Bades aufgreifen. Die vorhandene innenliegende Infrastruktur, wie Saunaumkleiden, Gastronomie und Saunaangebot sowie der Saunagarten sind dem Ablauf nach nutzbar und zu integrieren.

Architektur und Gestaltung

Der Saunagast erreicht den neuen Saunabereich über den Saunadachgarten. Ein offener, bedachter Vorbereich dient als Verteiler und bindet mit bogenförmiger Wegeführung die Außenduschen, die Eventsauna und den Ruheraum an. Der Vorbereich formt außen wie innen den Grundriss und so erhält die Sauna eine gebogene Wand, die als Panoramawand ausgebildet wird.

Die Sauna ist auf 60 Saunagäste ausgelegt. Zentraler Mittelpunkt der Sauna ist ein großer Eventsaunaofen. Der benachbarte Ruheraum bietet für die Saunabesucher auf zwei höhenversetzten Ebenen ausreichend Liegebereiche zum Verweilen und zur Entspannung an. Besonderer Blickfang hier ist der quadratische, verglaste Deckenhöhenversatz im Zentrum der Decke, über den der Raum zusätzlich belichtet wird.

Konstruktion

Der konstruktive Wandaufbau der Saunaerweiterung besteht aus einem leichten, antikorrosiv beschichteten Metallständerwerk, mit einem Wärmedämmverbundsystem bzw. im Bereich des Saunadachgartens, mit einer Aluglasfassade. Das Dach ist als "harte Bedachung" auf einer Trapezblechauflage ausgeführt.

Materialität

Die eingestellte Saunakabine ist innenseitig mit Thermo-Espenholz verkleidet und im Bodenbereich verfließt. Die Sitzbanklehnen verfügen über LED-Lichtbänder, die für stimmungsvolles, indirektes Licht sorgen. In die akustisch wirksamen Decken sind zusätzlich Licht-Spots eingelassen. Der Ruheraum ist mit einem Linoleumboden ausgestattet und verfügt über einen Akustikputz sowie über eine abgehängte, gelochte Decke, die akustisch wirksam ist.

Schlussbetrachtung

Bei der Planung des Festlands in Hamburg-Altona wurde mit Beginn aller Überlegungen auf ein starkes, fortschreibbares Konzept mit überörtlicher Strahlkraft wertgelegt. Auf diese Planung aufbauend fügt die Saunaerweiterung einen qualitätvollen Baustein zur Bereicherung des Saunaangebots des Festlandes hinzu.

Dabei greift der neu entstandene Bereich die Formensprache auf und fügt sich gestalterisch in das Gesamtkonzept des Bestands ein. Es macht den Außenbereich nachhaltig erlebbar, in dem es einen weiteren Ort schafft der gerade in den Abendstunden zum Begehen, Benutzen und Verweilen einlädt.

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