janßen bär partner

Wohnen am Seerosenweg

Daten zum Projekt

Bauherr

HF Projektgesellschaft
Oldenburg

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Planung und Bauleitung

Bauzeit

13 Monate

Fertigstellung

2010/11

Bruttorauminhalt

4.118 m³

bebaute Fläche

1.647 m²


Internet

» www.penthouse-am-meer.de

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Beschreibung des Projekts

Wohnen am Seerosenweg

Ausgangssituation

Ursprünglich wurde das Grundstück am Seerosenweg in Bad Zwischenahn durch die katholische Einrichtung des Kolpinghauses als Freizeit- und Bilddungsstätte genutzt.

Das gegen Ende der 1970er Jahre errichtete zweigeschossige Gebäude verfügte über Gästezimmer mit Gemeinschaftsräumen sowie Gemeinschaftseinrichtungen. Des Weiteren waren zwei Personalwohnungen und drei Ferienwohnungen vorhanden.

Der ehemals einteilige Gebäudekomplex entsprach nicht mehr dem aktuellen Standard für Tagungs- bzw. Wohnungsräume und fiel aus diesem Grunde brach.

Aufgabenstellung

Unter Berücksichtigung der besonderen Lage des Grundstücks sollte das ehemalige Kolpinghaus zu einem dreigeschossigen Gebäude mit Ferienwohnungen und Eigentumswohnungen umgebaut werden. Dabei waren verschiedene Auflagen einzuhalten.

Entwurfsaspekte, die den Ansprüchen des Ortes Rechnung tragen, sollten ebenfalls berücksichtigt werden. Ein weitreichender Rückbau der bebauten und versiegelten Flächen wurde ebenfalls angestrebt.

Lage, Erschließung

Die 2010/11 in Bad Zwischenahn fertiggestellte Wohnbebauung befindet sich auf einem langgestreckten Grundstück mit rechteckigem Zuschnitt, in unmittelbarer Nähe des östlichen Ufers des Zwischenahner Meeres. Es liegt inmitten eines Landschaftsschutzgebietes, das touristisch stark frequentiert ist.

Das Grundstück wird im Westen durch den Kirchweg, ein Radwanderweg, der um den gesamten See führt, begrenzt. In der Nachbarschaft befinden sich ein Segelhafen, ein Hotel mit Spielbank, ein Büro- und Wohngebäude, ein Tagungszentrum sowie eine Jugendherberge.

Das Gebäudeensemble setzt sich in der heutigen Form aus zwei separaten Wohngebäuden zusammen, die auf der Osthälfte des Grundstücks über eine gemeinsame Zufahrt vom Seerosenweg aus erschlossen sind.

Architektur und Gestaltung

Für das langgestreckte Grundstück wurde innerhalb der ursprünglichen Grenzen des Bestandsgebäudes eine aufgelockerte, bauliche Struktur mit horizontaler Anmutung gewählt. Anstelle eines einzigen, großen Gebäudekomplexes bilden nunmehr zwei separate Gebäude eine Art zentralen Hof aus, dessen Mitte eine vorhandene Linde bildet.

Die Gebäude verfügen über zwei Geschosse mit aufgesetztem Staffelgeschoss. Umlaufende Dachterassen bieten auf beiden Häusern großen Außenbezug. Vor den jeweiligen Wohnbereichen im 1. Obergeschoss wurden leichte Balkonkonstruktionen aufgesetzt, die als kommunikatives, beide Gebäude verbindendes Gestaltungselement fungieren und dabei gleichzeitig die Fassaden optisch auflockern.

Die Eingänge der Wohnhäuser sowie die Zufahrten zu Garagenstellplätzen sind jeweils dem Hof zugewandt. Das Gebäudensemble fügt sich durch seine insgesamt sich zurücknehmende Gestaltung in die besondere Lage des Ortes ein, wird aber durch farbliche Akzente in den großen Fensteröffnungen gestalterisch aufgelockert. Eine ruhige, einheitliche Gestaltung und ein leicht auskragendes Flachdach als oberer Gebäudeabschluß unterstreichen den horizontalen Charakter der Bebauung.

Angebot

Auf dem weitläufigen und großzügig angelegten Grundstück bieten die beiden Ferien- bzw. Wohnhäuser Raum für insgesamt 9 Ferienwohnungen und 8 Eigentumswohnungen. Der ruhende Verkehr ist im Erdgeschoss auf der Ostseite des Gebäudes in Garagen untergebracht. Zusätzlich steht ein Carport zur Verfügung.

Konstruktion

Die Außenwände des Gebäudensembles bestehen aus einem zweischaligen Mauerwerk, mit außenseitigem dunklem Klinker und einer Innenschale, die in Teilen auf das vorhandene Mauerwerk des ursprünglichen Kolpinghauses aufgesetzt wurde. In den großen Fensteröffnungen gliedern unterschiedlich breite, in hellem Gelb gehaltene, Wandstreifen (WDVS mit mineralischem Außenputz) die Fassade.

Die vorhandenen Decken wurden durch Stahlbetondecken ergänzt bzw. in Teilbereichen weiterverwendet. Das Gebäude schließt mit einer leichten Flachdachkonstruktion in Form einer gedämmten Holzbalkendecke ab. Im Innenbereich wurden für die Böden der Wohn- und Schlafräume Parkettböden verlegt. Die Böden der Naßzonen wurden gefließt.

Schlussbetrachtung

Mit der Überformung und Neubeplanung der ehemaligen Anlage des Kolpinghauses wurde ein attraktives Wohn- und Ferienhauskonzept realisiert, das durch seine kräftige, konzentrierte und dabei dennoch offene Bauweise den Ort festigt.

In städtebaulicher Hinsicht wurde unter Einbeziehung des benachbarten Bürogebäudes, westlich des Kirchwegs, diesem Bereich Halt verliehen. Die neue Bebauung reagiert inhaltlich durch das Vorhalten von Ferienwohnungen gehobenen Standards auf die besondere Situation des Ortes. Äußerlich trägt sie durch eine zeitgemäße und angemessen ruhige Gestaltung der besonderen landschaftlichen Lage Rechnung.

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