janßen bär partner

Solemio Stade

Daten zum Projekt

Bauherr

Stader Bädergesellschaft mbH
Hansestraße 18
21682 Stade

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt janßen partner)
Generalplanung

Baukosten

KG 200 - 700
netto 9,61 Mio. EUR

Bauzeit

ca. 15 Monate

Fertigstellung

2002

Grundstück

35.600 m²

Bebaute Fläche

3.289 m²

Bruttorauminhalt

24.117 m³

Wasserfläche HB

416 m²

Wasserfläche FZB

466 m²


» www.solemio-stade.de

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Beschreibung des Projekts

Solemio Stade

Ausgangssituation

Durch die Stadt Stade wurde in den Jahren 1971/72 im Ortsteil Campe ein Hallenbad errichtet und als Bad der zweiten Generation betrieben. In einem nächsten Bauabschnitt wurden 1977 eine Sauna und eine Praxis für Physiotherapie nachgerüstet. Bis 1991 wurde das Hallenbad von den Stadtwerken Stade betrieben, dann ging das Bad - nach der Installation eines BHKWs - an die Stader Bädergesellschaft mbH über.

Aufgabenstellung

Zur Sicherung des Hallenbadangebotes musste das ca. 30 Jahre alte Bad, trotz fortwährender guter Unterhaltung, gerade im technischen Bereich auf den heutigen Stand gebracht werden. Parallel dazu galt es, für die Region Stade ein Badangebot zu entwickeln, das zu den rein sportlichen Funktionen auch zeitgemäße freizeit- und gesundheitsorientierte Angebote bereitstellt.

Lage, Erschließung

Das Solemio Stade ist verkehrsgünstig inmitten eines weitläufigen Schul-, Sport- und Freizeitareals gelegen. Um eine bessere Anbindung an den Großparkplatz „Exerzierplatz“ und eine bessere Anbindung an die B73 zu erreichen, wurde der Haupteingang von dem östlichen in den nordwestlichen Gebäudebereich verlegt. Diese Verlagerung war auch die Voraussetzung für die Zusammenlegung der Eingangsbereiche Solemio und Freibad, die jetzt über eine gemeinsame Kassenanlage betrieben werden können.

Architektur und Gestaltung

Der Neubau wurde dem Gebäudebestand in westlicher Richtung vorgelagert. Die Eingangshalle und die Funktionsbereiche sind als eingeschossige Flachdach-Gebäudekörper angestellt. Die eigentlichen Badbereiche haben gegeneinandergestellte Pultdächer, die radial auf einen Fixpunkt zulaufen, so dass sich eine viertelkreisförmige Fassadenabwicklung nach Südwesten ergibt. Die Dacheindeckung mit Zink-Stehfalzdeckung wird auch bei der Verkleidung der Attiken der Flachdach-Gebäudekörper übernommen. Die Badbereiche sind mit großzügigen Leichtmetallfassadenflächen versehen. Die geschlossenen Fassadenflächen der Nebenbereiche sind mit einem Wärmedämm-Verbundsystem ausgeführt. Diese Gestaltungsmerkmale liegen auch der kompletten Fassadensanierung des Altbaus zugrunde, so dass heute beide Bauteile zusammen eine gestalterische Einheit bilden.

Funktionen und Angebot

Das Solemio ist als kombiniertes Sport- und Freizeitbad mit eigenständigem Angebot neben dem Freibad konzipiert. Der neuen großzügigen Eingangshalle sind sowohl die Funktionsbereiche des Freizeitbades als auch der Gastronomiebereich mit erforderlichen Nebenräumen zugeordnet. Der Gastrobereich besteht aus einem externen Teil an der Eingangshalle, einem internen Bereich, direkt dem Freizeitbad zugeordnet, und einem Kioskbereich für die Versorgung des Freibades. Das Angebot des Freizeitbereiches besteht im Wesentlichen aus einem Kinderplanschbecken mit Wickelraum, einem Aktivbecken mit vielfältigen Wasserattraktionen sowie einem ganzjährig betriebenen Außenwarmbecken. Als Programmergänzung ist ein separater Solebereich mit einem Solebecken und Solenebelbad realisiert. Im südöstlichen Übergangsbereich zwischen Neubau und Altbau befindet sich eine Großwasserrutsche. Das sanierte Variobecken des vorh. Sportbadbereiches ist mit einem Hubboden ausgestattet. Die Anbindung der Sauna erfolgt über die Eingangshalle und dem externen Umkleidebereich oder über einen internen Saunazugang aus dem Sportbadbereich heraus. Die Saunaanlage erstreckt sich über zwei Ebenen im Erdgeschoss und Untergeschoss, mit einem großzügigen, geschützt liegenden, Saunagarten auf der unteren Ebene.

Konstruktion

Sämtliche flachgegründeten Keller des Neubaubereiches wurden in WU-Beton ausgeführt. Für die im Grundriss viertelkreisförmige Halle des Erlebnisbereiches bot sich ein radial angeordnetes Dachtragwerk mit unterspannten Leimholzträgern an. Im Bereich der Galeriekonstruktion wurde ein Pultversatz zur Belichtung des Innenraumes vorgesehen. Die geschlossenen Außenwandbereiche wurden als einschaliges Mauerwerk mit außenliegendem Wärmedämm-Verbundsystem ausgeführt. Die vorhandene Stahlkonstruktion des Spotbadbereiches mit der Stahltrapezblech-Abdeckung konnte voll übernommen werden, lediglich der Warmdachaufbau wurde komplett erneuert.

Betriebskonzept

Nach Abschluss des ersten Betriebsjahres der kompletten Anlage - mit dem vollen Angebot - konnte eine Steigerung des Gesamt-Besucheraufkommens für das Solemio Stade und das Freibad Stade um ca. 47 %, von 190.000 auf 280.000 Besucher erreicht werden. Diese Steigerung hat sich bis heute verfestigt.

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