janßen bär partner

Swemmbad Wiefelstede

Daten zum Projekt

Bauherr

Gemeinde Wiefelstede
Kirchstraße 1
26215 Wiefelstede

Leistung

janßen bär partnerschaft mbB
(vormals: de witt dohrn janßen)
Generalplanung

Baukosten

KG 200 - 700
netto 3,049 Mio. Euro

Bauzeit

15 Monate

Fertigstellung

2004

Grundstück

18.347 m²

Bebaute Fläche

1.500 m²

Bruttorauminhalt

10.376 m³

Wasserfläche HB

376 m²

Wasserfläche FB

911 m²

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Beschreibung des Projekts

Swemmbad Wiefelstede

Ausgangssituation

Aufgrund der eindeutigen Empfehlung zur Entwicklung eines Kombibades, wurde 1997 ein erstes Planungskonzept erstellt. Eine vorhandene Kleinschwimmhalle musste im Herbst 2000 aus Sicherheitsgründen geschlossen werden. Nachdem sich Anfang 2000 für den seit 1993 staatlich anerkannten Erholungsort Chancen einer Förderung aus dem Wirtschafsförderfonds Niedersachsen eröffneten, wurde das Projekt wieder aufgegriffen und ein Förderantrag für ein Kombibad gestellt. 2002 wurde die Förderzusage über 25 % erteilt. Mit einem Zuschuss vom Landkreis sowie einem Darlehen aus der Kreisschulbaukasse und dem Eigenanteil stand die Finanzierung. Aufgrund schwacher politischer Mehrheiten erfolgte der Projektstart nach langem Ringen auf der Basis eines Bürgerentscheids mit 66,5 % pro Ersatzbad als Kombibad. Hierdurch wurde der Rat lt. nds. Kommunalordnung verpflichtet, die für die Umsetzung des Bürgerentscheides erforderlichen Mittel im Haushalt zur Verfügung zu stellen, mit der Maßgabe der endgültigen Förderung durch Land und Landkreis.

Aufgabenstellung

Am Standort eines bestehenden Freibades galt es dieses zu einem kombinierten Hallen- und Freibad mit freizeit- und gesundheitsorientiertem Angebotsschwerpunkt zu entwickeln (kein sogenanntes „Spaßbad“). Dieses war standortbezogen in das Kur-, Freizeit- und Tourismuszentrum im Bereich der bestehenden Kurklinik einzubinden. Hierdurch sollten positive Auswirkungen auf den Fremdenverkehr ausgelöst werden. Weiter sollten mit dem Kombibad diverse „Rationalisierungs-Potentiale“ für Vermarktung und Betrieb ausgeschöpft werden.

Lage, Erschließung

Freizeit- und Schulgelände liegen am nördlichen Siedlungsrand des Kernortes Wiefelstede mit ca. 5.000 Einwohnern. Vom Schulzentrum mit Grund-, Haupt- und Realschule führt ein Fuß- und Radweg zum nördlich ca. 500 m entfernt gelegenen Bad. An der vom Osten über die Hollener Straße und Alter Damm erfolgenden Zufahrt liegen eine privatbetriebene Kurklinik für Mutter-Vater-Kind sowie an das Freigelände und den lang gestreckten Parkplatz angrenzend eine 3-Feld-Tennishalle.

Architektur und Gestaltung

Das Eingangs- und Umkleidegebäude des 1982 fertig gestellten Freibades war als Pultdach ausgebildet. Es war geneigt zu den Freibecken und unter 135° gewinkelt mit jeweils schräg verlaufenden Giebeln an Eingangshalle und Kiosk. Über einem Ausschwimmkanal war das Dach abgeschleppt. Von hier erschloss sich der Freibadebereich als Kombibecken. Rückwertig an das vorhandene Umkleidegebäude wurde über einen zwischenliegenden Flachdachtrakt, der Schwimmhallen-Bereich als Neubau angeordnet. Entsprechend der beiden (Vario- und Bewegungs-) Becken ist der Baukörper in Form von zwei im Winkel von 90° zueinander gestellten Pultdächern ausgebildet und nimmt somit die Formensprache des Bestandes auf.

Angebot

Kern der neuen Anlage ist ein Variobecken mit Hubboden. Zwei Treppenanlagen in das Becken flankieren eine Massagebucht mit Whirlliegen und verschiedenen Wasserspielen. Direkt zugeordnet befindet sich vor Kopf des Variobeckens ein Planschbecken mit Wickelraum und WC. Weiter ist ein kleines Bistro mit Küche und Kiosk vorhanden. An der Längsseite des Variobeckens wurde ein zum Becken hin offener Wintergarten vorgesehen. An der Stirnseite des Variobeckens ist in einem separaten Hallenbereich ein Kursbecken in einer Größe von 60 m² angeordnet. Während das Variobecken im Sommer außer Betrieb geht, kann das Kursbecken ganzjährig betrieben werden.

Konstruktion

Alle Stahlbetonbauteile des Kellers, der Becken und Behälter sind in WU-Beton, mit einer Rissbreitenbeschränkung von 0,15 mm ausgeführt. Stahlunterspannte Holzleimbinder über dem Variobecken liegen auf Stahlbetonstützen bzw. Mauerwerk mit Ringbalken. Auf der Holzpfettenlage und -schalung ist ein Warmdach ausgebildet mit 16 cm Dämmung mit Elastamerbitumenabdichtung. Alle Außenwände erhielten als Vollwärmeschutz ein Wärmedämmverbundsystem mit Putzbeschichtung.

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